Kinoprogramm 16. - 22. Mai 2013
ZUKUNFT 3
Do-Mi 18:00 No! (OmU)
Do-Mi 20:15 Oslo, 31. August (OmU)
Do-Mi 22:15 Paradies: Glaube
ZUKUNFT 4
Do-Mi 18:30 Unbelehrbar // 22.05. Filmgespräch mit Regisseurin Anke Hentschel
Do-Mi 20:30 Out in the Dark (OmU)
Do-Mi 22:30 Paradies: Liebe

Neu im Progamm
Oslo, 31. August
Ab 16. Mai tgl. 20:15 Uhr
Der 34jährige Anders wird in zwei Wochen einen Drogenentzug in einer Klinik beenden. Da er als clean gilt, darf er für einen Tag in seine Heimatstadt Oslo reisen, wo ein Vorstellungsgespräch auf ihn wartet. Doch nicht nur das Gespräch, auch viele Verlockungen, die ihn damals in die Drogenabhängigkeit gezogen haben, erwarten ihn. Anders trifft Freunde und geht feiern - wie wird sein Tag enden?

Freiluftkino Pompeji
Quellen des Lebens
Der Film erzählt bewegend und mit viel Humor die Geschichte von Robert Freytag und seiner Familie über drei Generationen hinweg - und damit zugleich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, von den braunen über die schwarzen und über die roten bis zu den Flower Power Zeiten. Oskar Roehlers melancholisch-ironisches Familienepos entstand parallel zu seinem autobiographischen Roman Herkunft und führt den Zuschauer in die Welt der alten Bundesrepublik und West-Berlins, zwischen Gartenzwerg, Käseigel und Italienreise.

Neu im Progamm
Unbelehrbar
Ab 16. Mai tgl. 18:30 Uhr // Filmgespräch mit Regisseurin Anke Hentschel am 22.05.
Ellen beschließt im Alter von 40 Jahren, endlich Lesen und Schreiben zu lernen. Da in der Volkshochschule ihres Heimatortes kein Kurs dazu angeboten wird, zieht sie gegen den Willen ihrer Familie ins nahe Berlin. Dort ist sie das erste Mal völlig auf sich alleine gestellt und wird konfrontiert mit der plötzlichen Erfahrung, unabhängig zu sein. Doch Ellen steckt voller Optimismus und hat den Mut zur Konsequenz.

Shorts Attack im Mai
Bike Shorts II
30.05. 20:00 Uhr
20 Filme und 3 Gewinner in 96 Minuten
Der VELOBerlin Film Award auf Tour!
Freche, sportliche, heitere und tiefgründige Filme rund um das Thema Fahrrad als Inspiration im Mai.
Das läuft im Kino - Alle Filme im Programm
Oslo, 31. August
Originalversion mit dt. Untertiteln
Ein Mann, eine Stadt, 24 Stunden... Einst warst du der coolste Typ in ganz Oslo, erinnert sich Thomas im Gespräch mit seinem besten Freund Anders...
Der 34jährige Anders wird in zwei Wochen einen Drogenentzug in einer Klinik beenden. Da er als clean gilt, darf er für einen Tag in seine Heimatstadt Oslo reisen, wo ein Vorstellungsgespräch auf ihn wartet. Doch nicht nur das Gespräch, auch viele Verlockungen, die ihn damals in die Drogenabhängigkeit gezogen haben, erwarten ihn. Anders trifft Freunde und geht feiern - wie wird sein Tag enden?
„Oslo, 31. August“ balanciert hoch verdichtet und stilistisch klar zwischen Sprachlosigkeit und Sprache, Menschenporträt und Stadtlandschaft. Es ist ein stiller Film ohne Empörung, ohne Weinerlichkeit. Ein freundlicher Film ohne Hoffnung, ein heller Film über die Verzweiflung.
Frankfurter Rundschau
Regisseur Joachim Trier erzählt in "Oslo, 31. August" anhand eines eintägigen Ausschnitts vom Kampf eines jungen Mannes, dessen Lebenswille abhanden gekommen ist. Die von Trier gewählten Bilder überzeugen dabei komplementär zur innerlichen Leere seiner Figur durch eine außerordentliche Pracht und Klarheit.
tip Berlin
Drama, Norwegen 2011, 96 Min.
Regie: Joachim Trier
Darsteller: Anders Danielsen Lie, Hans Olav Brenner, Ingrid Olava
Unbelehrbar
22.05. Filmgespräch mit Regisseurin Anke Hentschel
Ellen beschließt im Alter von 40 Jahren, endlich Lesen und Schreiben zu lernen. Da in der Volkshochschule ihres Heimatortes kein Kurs dazu angeboten wird, zieht sie gegen den Willen ihrer Familie ins nahe Berlin. Dort ist sie das erste Mal völlig auf sich alleine gestellt und wird konfrontiert mit der plötzlichen Erfahrung, unabhängig zu sein. Doch Ellen steckt voller Optimismus und hat den Mut zur Konsequenz.
Ich stelle Ihnen hier meinen ersten Langspielfilm vor - er ist mein langer Abschlussfilm an der Tel Aviv University – thematisch hat er nichts mit Israel zu tun hat, sondern mit Deutschland, meiner Heimat. Fremd zu sein im eigenen Land – darum geht es. Oder auch fremd zu sein in der Gesellschaft, ausgegrenzt zu sein, weil man etwas nicht kann, was anscheinend alle können.
Anke Hentschel
"Unbelehrbar" ist eine schnell erzählte, sympathische Geschichte, die von sorgsam entwickelten Charakteren lebt. Für deren Hintergrund ließ sich die aus Ulm stammende Regisseurin Anke Hentschel von der Realität inspirieren. Thorsten Merten spielt den klammernden Unterschichtsmacker, Leonore Stellen irrt als Ellen durch das schroffe Berlin-Mitte, wo sie immerhin noch ein paar Menschen mit Herz entdeckt. Sehenswert.
tip Berlin
Drama, D/Israel 2010, 96 Min.
Regie: Anke Hentschel
Darsteller: Lenore Steller, Youssef Jammoul, Thorsten Merten
Out in the Dark
Originalversion mit dt. Untertiteln
Student Nimr träumt von einem besseren Leben im Ausland. Als er in einer Nacht dem jungen Anwalt Roy begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch die harschen Realitäten einer palästinensischen Gesellschaft, die Homosexualität verdammt und dem Nachbarland Israel, das ihn wegen seiner Nationalität verachtet, zwingen Nimr, sich zwischen Leben und Liebe zu entscheiden.
So unmittelbar und emotional wie in diesem Liebesdrama wurde der israelisch-palästinensische Konflikt selten erzählt. Eine packende und bis zum Schluss spannende Geschichte über eine unumstößliche Liebe, die Grenzen sprengt. Ganz in der Tradition von ''The Bubble'' und ''Yossi & Jagger'' – ein würdiger Nachfolger zu ''Brokeback Mountain''.
Der Nahostkonflikt aus der Perspektive eines schwulen israelisch-palästinensichen Paares. Für seinen Debütfilm „Out in the Dark“ hat sich Michael Mayer viel vorgenommen – und das erfolgreich. Starke Darsteller, viel Gespür für die tief sitzenden Vorurteile der Region und eine zunehmend melodramatische Geschichte formen ein packendes Drama in dem das Persönliche höchst politisch ist.
programmkino.de
Liebesdrama/Gay-Romanze
Israel/Palästina/USA 2012, 96 Min.
Regie: Michael Mayer
Darsteller: Nicholas Jacob, Michael Aloni, Jameel Khouri, Alon Pdut
No!
Originalversion mit dt. Untertiteln
Als der internationale Druck zu groß wird, lässt Diktator Pinochet 1988 in Chile eine Volksabstimmung durchführen, die über die Fortführung seiner Präsidentschaft bestimmen soll. "SI" würde ihn für weitere acht Jahre im Amt bestätigen, "NO" hingegen den Weg für freie Wahlen ebnen. Obwohl fast alle Prognosen den Sieg Pinochets voraussagen, engagiert die Opposition den jungen Werbefachmann René Saavedra für eine Kampagne gegen Pinochet.
Mit Feuereifer, aber auch sehr blauäugig stürzt sich René, der bisher nur Erfahrung mit Werbekampagnen für Erfrischungsgetränke gemacht hat, in die harte Arbeit. Doch er und sein Team sind unter ständiger Überwachung des Regimes und auch aus den eigenen Reihen strömt ihnen Unmut entgegen. Langsam wird René bewusst, mit wem er sich hier angelegt hat.
So hält der Film seine Zuschauer 118 Minuten unter Hochspannung, obwohl der Ausgang der Geschichte bekannt ist. Zum Oscar hat es, im Schatten von Hanekes „Liebe“, zwar nicht gereicht. Doch auch so bleibt „¡No!“ das Wunder eines unterhaltsamen und gänzlich unheroischen Politfilms, der uns mehr auch über unsere Demokratie erzählt, als wir vielleicht wissen wollen.
Der Tagesspiegel
Drama, Chile/USA/F 2012, 118 Min.
Regie: Pablo Larraín
Darsteller: Gael Garcia Bernal, Alfredo Castro, Luis Gnecco, Jaime Vadell
Paradies: Glaube
"Fassbinder ist tot, also gab uns Gott Ulrich Seidl."
John Waters
Anna Maria ist strengste Katholikin. Sie rutscht auf Knien betend durch die Wohnung, ihr Haus hat mehr Kruzifixe als eine Kirche und zur Strafe für fremde Sünden peitscht sie sich aus. Eines Tages kehrt ihr Ehemann Nabil, ein im Rollstuhl sitzender Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurück und fordert seine Rechte als Ehemann ein. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt.
Zweiter Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie. Die abgründige Liebesgeschichte im Zeichen des Kreuzes erzählt, was es heißt, das Kreuz auf sich zu nehmen. Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury beim Filmfestival in Venedig 2012.
All das könnte man fast für Satire halten, würde es nicht von Maria Hofstätter absolut überzeugend vorgeführt. Die österreichische Schauspielerin, seit Mitte der Neunziger bei Seidls filmischen Exaggerationen dabei, spielt diese religiöse Irrläuferin mit solcher Hingabe und Entschlossenheit, dass die Frau zusehends normal erscheint. Doch wie immer bei Seidl erwächst aus der Normalität das Monströse. Und so verbirgt sich hinter dem selbstgenügsamen Idyll der masochistischen Flagellantin zwischen masturbativem Konklave und meditativem Heimorgelspiel auch ein säkularer Horror.
Der Spiegel
Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Maria Hofstätter, Nabil Saleh, Natalya Baranova
Paradies: Liebe
Erster Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie: Teresa ist 50 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und nicht mehr besonders gut in Form. Sie teilt ein Schicksal, das in Westeuropa nicht nur männlich ist: null Sexualleben, unaufgeregter Lebensabend, unselbständige Kinder.
Was ihr am meisten fehlt, ist für sie jedoch unerschwinglich: das Gefühl, begehrt zu werden. Ihre Sehnsucht nach Liebe und der Marktwert ihres Körpers driften proportional auseinander.
Im Urlaub in Afrika möchte Teresa davon eine Auszeit nehmen. An den weißen Stränden Kenias gibt es zahlreiche Männer im Angebot. Als sogenannte Sugarmamas genießen Teresas Freundinnen die Liebesdienste junger schwarzer Beachboys, die sich so ihren Lebensunterhalt verdienen.
Nach einigen Jahren Funkstille trumpft der kompromisslose Chronist Ulrich Seidl mit seiner Trilogie zu den Themen Liebe, Glaube und Hoffnung groß auf. Und er bleibt sich treu. Wo andere Filmemacher wegblenden, hält er mit einer bevorzugt starren Kamera und in perfekt arrangierten, gerne symmerischen Einstellungen gnadenlos drauf. Dadurch wird der Zuschauer in die Auseinandersetzung mit dem Gezeigten gezwungen. Was nicht immer gut tut, einen aber die Bilder nicht so schnell vergessen lässt.
Zitty Berlin
Drama, Ö/D/F 2012, 121 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Margarete Tiesel, Peter Kazungu, Inge Maux
Kino Zukunft
ZUKUNFT // Ostkreuz
Laskerstr. 5 (Markgrafendamm)
10245 Berlin-Friedrichshain
S-Bahnhof Ostkreuz (300m)
Tel. 017657861079
Eintritt: 4,90 €
Troika-Karte: 6x stempeln, 1x frei ins Kino - gültig für die Kinos Zukunft, Pompeji und Tilsiter Lichtspiele
Kinoprogramm
Kino-Troika Mai 2013 »
Monatsprogramm Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft & Freiluftkino Pompeji
